Jetzt läuft er wieder, der Nanowrimo! Was der Nanowrimo ist? Nichts weniger als das größte schriftstellerische Event der Welt.

Nanowrimo ist die Abkürzung für National Novel Writing Month. Jedes Jahr im November machen sich Schriftsteller in aller Welt daran, ihre Geschichten aufzuschreiben. Dafür werden Vorräte an Schokolade und Kaffee gebunkert, Termine abgesagt, mentale Kräfte gesammelt. Denn der Nanowrimo ist eine echte Herausforderung.

Ziel ist, am Ende der 30 Tage insgesamt 50 000 Wörter auf das Papier oder den Bildschirm stehen zu haben. Das macht 1666 Wörter am Tag. Wer schon einmal einen Roman oder Ähnliches geschrieben hat, weiß: Das ist eine ganze Menge. Vor allem, wenn der Plot vielleicht noch nicht ganz steht. Oder wenn eine der Figuren plötzlich ihren ganz eigenen Willen entwickelt und einfach nicht mehr so will, wie der Autor es plant. Oder die Motivation einen Knick bekommt.

 

Damit dann keine Verzweifelung ausbricht, gibt es online in Foren und offline bei Treffen Unterstützung und Zuspruch. Wobei die meisten Teilnehmer sich wohl am besten über die tägliche Statistik motivieren lassen, immerhin ist da der Fortschritt des eigenen Projekts für alle dokumentiert. Und wer bis zum Ende durchhält, gehört zu den Winnern, kann sich die Anzahl der Wörter verifizieren lassen und bekommt eine kleine Urkunde. Aber darum geht es im Grunde gar nicht, es geht um das Schreiben an sich, darum endlich mal richtig viel Text auf das Papier zu bekommen.

 

Ich war selbst auch schon mal dabei, allerdings hatte ich vorzeitig abgebrochen. Da kam mir wohl das Leben dazwischen. Dass ich dieses Jahr nicht teilnehmen würde, stand schon früh fest, aber ich werde den Anlass nutzen, ein wenig an meinen Büchern weiterzuschreiben. Ganz abseits der Regeln, nur so.

Ich wünsche aber allen Teilnehmern viel Spaß und viel Erfolg!

 

Foto: logos2012 – fotolia